Spamming in the name of

4 11 2007

Nächsten Dienstag ist Demo gegen die Vorratsdatenspeicherung. Ich werde wahrscheinlich da sein. Andere Leute auch, unter anderem ein gewisser Dieter Braun der mich die letzten Tage mit folgender Mail vollspammt:

Demokratie in Gefahr. STASI WELCOME BACK.

Demonstration am 6.11.2007 in jeder Grossstadt!
http://www.vorratsdatenspeicherung.de

Achtung, nur noch 6 Tage bis zur Abstimmung im Deutschen Bundestag!
Noch 60 Tage bis zur totalen Protokollierung der Telekommunikation…

Die Demokratie ist in Gefahr!

Werden Sie aktiv! www.freiheitstattangst.de

Bitte verteilen Sie diesen Aufruf! Es sollte verziehen werden, dass dieser
Aufruf per E-Mail versendet wird. Es handelt sich um eine einmalige Mail
zur Rettung der Freiheit und Demokratie gegen den Verfolgungswahn.

Und nicht nur er ist am spammen. Da trudeln schon seit einiger Zeit unverlangt Mails zu diesem Thema in meinem Postfach ein. Bisher habe ich die Leute freundlich per Mail darauf hingewiesen, dass das Mist ist. Der Dieter hat dem ganzen jetzt aber die Krone aufgesetzt, da er sich für diese Aktion anscheinend eine Adressliste für Teuer Geld gekauft hat (zumindest geht der Müll unter anderem an die verseuchte Support-Adresse eines meiner alten Projekte) und zum Versenden nicht die Google Mail-Server benutzt sondern entweder sich bei einem Botnet eingekauft hat oder Tor benutzt. Oder viel in Asien am reisen ist.

Daher diesmal eine öffentliche Antwort:

Lieber Dieter,

ich finde es ja toll, dass Du Dich so für bzw. gegen die Vorratsdatenspeicherung einsetzt. Deine Spam-Aktionen sind jedoch eher kontraproduktiv. Du schreibst “Es sollte verziehen werden, dass dieser Aufruf per E-Mail versendet wird. Es handelt sich um eine einmalige Mail zur Rettung der Freiheit und Demokratie gegen den Verfolgungswahn.”

Nein, es sollte nicht verziehen werden. Zum Einen ist es keine einmalige Mail sondern ich habe bereits vier davon bekommen, mit verschiedenen Subjects an verschiedenen Tagen an die selbe Adresse. Zum Anderen ist jede unerwünscht erhaltene Mail Spam, vor Allem wenn sie massenhaft verschickt wird. Und ob sie nun gut gemeint ist oder nicht ist da ziemlich egal.

Der Herr Schäuble rangiert bei mir schon ziemlich weit unten auf der Beliebtheitsskala. Aber noch darunter kommen die Spammer. Weit darunter.

Ich weiß nicht, wo Du die Empfängeradressen her hast. Aber wenn Du Dir eine Adressliste gekauft hast, dann unterstützt Du damit das ganze beschissene Spam-Business.

Hinzu kommt noch, dass inzwischen doch einige Leute was dazugelernt haben. Mit der Ansage “Bitte verteilen Sie diesen Aufruf!” passt Deine Mail gut in die beliebten “Hilfe! Ich wurde von Aliens entführt.” oder Madeleine Hoaxes. Soll heißen, eine solche Mail hat bei intelligenten Leuten (also genau jenen die sich prinzipiell für das Thema interessieren) genau den gegenteiligen Effekt.

Bitte lass also diesen Mist.

Danke,

Malte

Normalerweise würde ich ja in Betracht ziehen, dass das Ganze nur ein Joe-Job ist. Aber der wäre dann doch sehr dilletantisch. Wobei… wäre den entsprechenden Herren durchaus zuzutrauen.



Bonuspunkteblödsinn

19 09 2007

Ich halte ja von diesem ganzen Bonuspunktesammeln schon länger nichts. Meine Eltern haben eine Payback-Karte, dafür haben sie jetzt ganz viele Aral-Bälle und Völkl-Taschen zu Hause. Und die Firma hinter Payback ein bestimmt super interessantes Konsumerprofil oder wie das heißen mag. Komischerweise hat bei ihnen auch die Anzahl der Cold Calls extrem zugenommen, während ich davon verschont bleibe. Mag auch daran liegen, dass ich nicht im Telefonbuch stehe.

Letztens wieder bei Budni an der Kasse: “Haben Sie auch eine Budni-Karte?” — “Ja, aber die liegt zu Hause da ich schon genug Plastikmüll mit mir rumschleppe.” Irgendwo liegt die wohl auch noch, ich habe die schon ewig nicht gesehen. Eine zeitlang habe ich die auch immer brav benutzt. Schließlich hat Budni ein eigenes Bonusprogramm, als Lokalpatriot vertraue ich denen auch, dass die nichts an die großen Datensammelfirmen weitergeben. Nachteil: Budni hat ein eigenes Bonusprogramm. Das heißt, man sammelt zwar irgendwie Punkte, aber irgendwann will man die mal einlösen. Und dann merkt man plötzlich, dass man für seine über Jahre gesammelte Punkte gerade mal eine Handvoll Kekse bekommt. Oder so was.

Homezone SchuhmatteGerade bekomme ich eine Mail von O2. “Ihr aktueller Kontostand beträgt: 385 Punkte. Zum 01.10.2007 verfallen Ihnen 111 Punkte.” Oh, da hab ich mich wohl auch mal für deren Bonusprogramm angemeldet. Naja, mal gucken was ich da bekommen kann. Immerhin, das sind fast 400 Punkte

Hmmm… Kategorie “Für mich”. Vielleicht eine original O2-Schuhmatte? Ach nee, die kostet 1300 Punkte. Ein Schlüsselband kostet 1000 Punkte. “Aktionsprämien”? Die Kaffeemaschine hätte ich gerne, die kostet aber 500 Punkte. Oh, ich kann ein 13-wöchiges Hörzu-Probeabo für 99 Punkte bekommen. Äääh… nein. Ich glaube da nehme ich doch die 10 Frei-SMS “Für mein Handy”. Kostenpunkt: 300 Punkte.

Ich habe auch noch diese tolle Amazon Kreditkarte. Ich hole mir ja immer eine kostenlose Kreditkarte irgendwo wenn ich längere Zeit ins Ausland fahre. Jeder, der mal außereuropäische Geldautomaten gesehen hat, wird mich verstehen. Die Amazon-Karte ist gar nicht so schlecht. Ein Jahr kostenlos, einen 20 Euro Gutschein bekommt man direkt beim Anmelden, dann Rabatt auf alle Einkäufe. Und: Punkte. Für jeden Euro einen. Ich habe das halbe Jahr in Südafrika fast alles mit Kreditkarte bezahlt. Laut Kontostand muss ich immernoch 100 Euro oder so ausgeben bevor ich genug Punkte für den nächsten 10 Euro-Gutschein zusammen habe. Vielleicht kaufe ich mir ja doch noch ein Nokia 770 bevor ich die Karte kündige.



Auf den Spuren Flavios

7 07 2007

Urspruenglich wollte ich ja noch ein paar Tage in Tofo bleiben. Dann hatte ich aber kurzfristig eine Mitfahrgelegenheit nach Vilanculos gefunden: Shneider und Yussuf, aus Jo’burg auf dem Weg nach Tanzania, hatten noch einen Platz in ihrem 4×4 frei. Shneider faehrt zwar nicht schneller als die Chapas, dafuer hat sein Wagen Stossdaempfer, ein entscheidender Vorteil bei den hiesigen Strassenverhaeltnissen. Wir sind auf der N1 (der am besten ausgebauten Strasse des Landes wohlgemerkt) an Schlagloechern vorbei gekommen in die mein Citi Golf gepasst haette. Read the rest of this entry »



Godfather of Tofo

3 07 2007

Unsere Zeit hier im Mango Beach neigt sich ihrem Ende zu. Wie lange waren wir jetzt hier? Eine Woche? Zeit spielt hier keine Rolle. Mozambique ist unglaublich; Palmen ohne Ende, Strand mit Wassertemperaturen von schaetzungsweise 23 Grad (und das im tiefsten Winter), Seafood in Massen. Und Minibusse in die Rekordverdaechitge 30 Leute passen. Read the rest of this entry »



Auf nach Mozambique

26 06 2007

Kleines Update nach Samstag: Sind natuerlich gut in Durban angekommen, das heisst aber nicht dass es hier problemlos wieter ging.  Wir sollten das Hostel in dem wir uns einquartiert hatten eigentlich anrufen, um vom Busbahnhof abgeholt zu werden. Dumm daran war nur, dass natuerlich gerade an dem Abend in dem Stadtteil das Telefonnetz inklusive dem Handynetz ausgefallen war. Wir haben uns dann fuer schwachsinnige 150 Rand mit dem Taxi dort hin fahren lassen.

Read the rest of this entry »



On the road again

20 06 2007

Klausuren sind zu Ende, wir (Jan, Sven, Moritz, ich) sind Montag morgen zu unserem Trip aufgebrochen. Mit dem Bus Richtung Mozambique und evtl. Malawi, wohin wir halt kommen.

Sind jetzt im Sugar Shack in East London, morgen gehts weiter ins Coffee Shack. Dann am WOchenende nach Durban wo wir am 25. Anna-Lena und eine Freundin einsammeln. Danach mal gucken, irgendwie nach St. Lucia, Swaziland, Maputo.

Wie es dann weiter geht wir dann geplant. Anna-Lena muss irgendwann zurueck nach Pretoria, Jan muss seine Freundin am 12. in PE einsammeln. Mein Rueckflug nach Deutschland geht am 20.07. — am 21.07. um 09.10 Uhr sollte ich wieder in Hamburg sein.

Keine Ahnung wie das Internet auf dem Weg ist, ich hab mir aber bei Twitter einen Account eingerichtet. Dort kann ich per SMS zeitnah sinnbefreite Updates ablegen. Viel Spass beim Lesen :)



One night in Motherwell

11 06 2007

Bisher war ich von den Clubs hier nicht sonderlich begeistert. In PE (bzw. der Umgebung von Summerstrand) gibt es eigentlich nur das Tapas und das Toby Joe’s und diese haben auch das Flair einer mittelprächtigen Dorfdisco. Samt dazugehörigen Rugby-SchlägernSpielern und inkompetenten Türschlägernstehern.

Anscheinend habe ich aber einfach in den falschen Ecken geguckt; letzten Samstag ging es ins Township, irgendwo nach Motherwell. Und dort landeten wir auf einer der großartigsten House-Parties ever.

Aber der Reihe nach: Am Samstag Nachmittag rannten Julian und ich planlos durch Summerstrand. Surfen war gerade mangels Boards flach gefallen, da liefen wir Anne über den Weg. Während die meisten von uns nicht wirklich aus dem Dunstkreis der Uni und der International Students heraus gekommen sind, hat Anne sich mehr unters Volk gemischt und eine ganze Reihe Bekanntschaften mit Leuten aus den verschiedensten Ecken gemacht. Darunter auch einige Minibus-Fahrer und Township-Bewohner.

Sie war schon ein paar mal in den Townships unterwegs, diesen Abend sollte es nach Motherwell gehen, auf irgendeine Party. Nach einigem Zögern sagten Julian und ich zu, mitzukommen. Mein Zögern war weniger in Angst vor dem “gefährlichen” Township (das Wort “dangerous” zeigt eindeutig Abnutzerscheinungen, aber dazu vielleicht ein andermal mehr) begründet. Viel mehr fühlte ich mich etwas komisch dabei, dort hin zu gehen und dabei den Eindruck zu erwecken, dass jetzt der Weiße Mann seine kleine Safari zu den Wilden im Zoo hat. Der Abend zeigte jedoch, dass diese Befürchtung unbegründet war…

Read the rest of this entry »



Technik again

30 05 2007

Hmpf. Nu hab ich mir also eine neue E-Mail-Adresse bei GMX eingerichtet um mein Spam-überfülltes Postfach zu umgehen. Und dann muss ich rausfinden, dass anscheinend ausgerechnet GMX Probleme mit der Zustellung von Mails an die NMMU hat. Oder anders rum.

jedenfalls hab ich letzten Donnerstag ein Assignment an meinen Dozenten geschickt und Sonntag, vier (!) Tage später bekomme ich eine Fehlermeldung dass die Mail nicht zugestellt werden konnte, aufgrund von Netzwerk-Problemen. Als ob das nicht reichte, hab ich dann die Mail aus der Uni mit meinem Exchange-Account (*grusel*) verschickt. Mit Kopie an meine GMX-Adresse. Die Kopie kam niemals an und als ich eben zufällig in meinen Ordner mit den gesendeten Mails geschaut hatte, musste ich feststellen, dass die Zip-Datei mit meinem Programm vom Virenscanner gelöscht wurde weil dort eine Batch-Datei drin war!!

Warum kann das nicht einfach mal alles einfach sein? Naja, hab mich den Abend mal rangesetzt und mein Postfach aufgeräumt, bin jetzt bei ca. 4000 Mails im Posteingang. Mit einem echten Mail-Programm geht das um einiges schneller als per Webmail… Werd dann mal meine fertigen Assignments irgendwo hochladen und nochmal ne Mail schreiben. Die kommen bei Kai schließlich auch an.

Naja, um auch mal was positives zu berichten, das Wetter hat sich hier wieder gefangen, teilweise fast Strand-Wetter. Gott sei dank noch nicht ganz, hab genug zu tun, da wär so eine Ablenkung fatal :)

Ach ja, unsere Resieplanung für den letzten Monat schreiten voran, oder drehen sich im Kreis, wie man will. Dazu demnächst mal mehr…



Exam 1: done

28 05 2007

So, die erste Klausur für dieses Semester hab ich hinter mir. Lief ganz gut, 2h Zeit für ca. 30 Fragen war nur etwas knapp. Es waren meistens relativ einfache und kurz zu beantwortende braindump Fragen, erst gegen Ende musste man etwas selbst nachdenken; außerdem waren für jede Aufgabe die möglichen Punkte angegeben, so dass man ungefähr abschätzen konnte ob man genügend Stichworte im Text untergebracht hat.

Co-korrigiert wird die Klausur übrigens von Andries P. Engelbrecht, seines Zeichens ehemaliger Prof unseres Lecturers und Autor eines tollen Buches über künstliche Intelligenz. In dem er sich ganz gerne selbst zitiert, Variablen-Indizies durcheinander bringt und überhaupt häufig wichtige kleine Details wie z.B. Initialisierungswerte zu erwähnen vergisst. Hat wahrscheinlich nie jemand Korrektur gelesen und wird nur von MC du Plessis, unserem Lecturer, benutzt oder so. Und als Student hinterfragt man hier sowieso nicht was im Buch steht. Naja, mit MCs Erklärungen wars eigentlich ganz gut zu verstehen und auf jeden Fall interessant. Hätte dem Engelbrecht trotzdem ganz gerne einen Kommentar zu seinem Buch unter die Klausur geschrieben…

Ansonsten eine paar Links vom Blogbrausen:

  • I’m not being racist…“: Beschreibung eines typischen südafrikanischen Braais, ich ziehe ein chilliges Grillen daheim aber doch einem hiesigen uber-bbq vor.
  • The catch-22 of opensource documentation“: Recht hat der Adrian, scheinbar verdienen einige Leute doch Geld mit OSS und zwar mit dem Verkauf von Büchern (aber ist das so anders im Vergleich zu anderen Themen, und sei es Mathematik, Medizin oder irgendwas anderem?)
  • How to make music sharing toally legal“: Der Titel und das Fazit triffts nicht so ganz, aber MP3tunes hört sich interessant an
  • PGPSigner“: Hmmm… ich hab da auch noch irgendwo ne Liste mit Keys vom 22c3, der ApacheCon und irgendeinem HHLUG Keysigning rumfliegen… ups.


Neuronaler Flash

27 05 2007

Ich glaub ich lern zu viel, hatte gerade den Flash dass es doch sehr merkwürdig sei, etwas über Neuronale Netze zu lernen. Denn während ich lese dass das Trainieren eines künstlichen Neurons dazu führt dass die Synapsen zum nächsten Neuron verstärkt bzw. geschwächt werden passiert eigentlich genau das selbe in meinem Hirn! Kann ich mein Hirn auch übertrainieren? Oder hilft da auch ein Optimal Brain Damage Algorithmus? Nein, ich hab nichts geraucht, aber morgen Klausur :)

Übrigens hat Rob (einer meiner Mitbewohner) ein Blog und beim sinnlosen rumbrausen im StudiVZ hab ich rausgefunden, dass Alex (nicht mein Mitbewohner) auch eins hat. Sonst noch jemand?