Auf den Spuren Flavios
7 07 2007Urspruenglich wollte ich ja noch ein paar Tage in Tofo bleiben. Dann hatte ich aber kurzfristig eine Mitfahrgelegenheit nach Vilanculos gefunden: Shneider und Yussuf, aus Jo’burg auf dem Weg nach Tanzania, hatten noch einen Platz in ihrem 4×4 frei. Shneider faehrt zwar nicht schneller als die Chapas, dafuer hat sein Wagen Stossdaempfer, ein entscheidender Vorteil bei den hiesigen Strassenverhaeltnissen. Wir sind auf der N1 (der am besten ausgebauten Strasse des Landes wohlgemerkt) an Schlagloechern vorbei gekommen in die mein Citi Golf gepasst haette.
Wir sind in Tofo erst recht spaet losgekommen und kamen daher erst im Dunkeln in Vilanculos an. Ziel war das legendaere Zombie Cucumber. Die Besitzer nehmen zwar keine Reservierungen an, trotzdem (und aufgrund der Groesse von nur ca. 20 Betten) ist der Laden chronisch voll belegt. Fuer Shneider und Yussuf war noch ein Chalet frei, im Dorm war aber kein Platz mehr fuer mich. Gluecklicherweise konnte ich auf einer zusaetzlichen Matratze bei den beiden pennen.
Am naechsten Morgen sah ich dann Vilanculos das erste Mal im Hellen und damit neben dem unglaublich blauen Wasser die Allgemeine Zerstoerung, die der Zyklon Flavio frueher im Jahr angerichtet hat. Ueberall Haeuser in mehr oder weniger zerstoerten Zustand, wie gerupft aussehende Palmen, die eh schon rudimentaere Infrastruktur wurde fast vollstaendig weggeblasen. Das Internetcafe hatte auch etwas gelitten, ich musste hier heute erst mal ein bisschen rumbastel, jetzt geht aber alles wieder.
Alles in Allem eine sehr merkwuerdige Atmosphaere; spaeter erzaehlten mir Bewohner, dass der Zyklon dieses Jahr zwar ungewoehnlich stark gewesen sei, man hier aber normalerweise mit den Stuermen lebe wie in Hamburg mit der Sturmflut. Nur dass hier nicht nur Keller sondern ganze Haeuser ueberflutet werden.
Gestern ging es mit der Dhow von Sailaway zum Bazaruto Archipelago. Nach meinen recht erfolglosen Schnorchel-Versuchen in Tofo hatte ich dort die Moeglichkeit, am Riff etwas zu ueben. Der eine Walhai in Tofo war schon beeindruckend, die Masse der Fische am Riff hat den Eindruck aber noch getoppt.
Hm, hab keine Lust mehr zu schreiben und mach mal Schluss. Die weitere Reiseplanung zieht so aus, dass es hier zwar ganz nett ist, ich mir aber eine weitere Fahrt zu den Inseln nicht leisten kann. Auch ein Rueckflug nach Durban faellt wohl flach. Daher werde ich in den naechsten zwei Tagen mich mit lokalen Transportmitteln wieder auf Richtung Tofo oder Maputo machen.






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