Bungee
8 03 2007Ich hab’s ueberlebt! 216m (ca. 180m freier Fall) vom hoechsten kommerziellen Bungee der Welt. Bin definitiv nicht der erste, gehoert ja schon fast zum Standardprogramm hier unten, aber was soll’s..
Wir sind mit 8 Leuten (auf dem Bild: Peter, Sven, Anna, Anne, Esther, Johanna, ich, Athena) irgendwann gegen 12 Uhr dort aufgeschlagen. Ich war einfach mal mitgefahren (eins der Autos war schliesslich meins), war von der ganzen Aktion aber noch nicht so ganz ueberzeugt; mein ganz persoenlicher Plan war, dass ein Sprung evtl. gegen meine Hoehenangst hilft. Und vielleicht sogar Spass macht, wer weiss. Als ich dann die Bruecke, von der es runter gehen sollte, von weitem sah, war ich ploetzlich noch viel weniger ueberzeugt. Schliesslich irgendwie hab ich mich doch dazu durchringen koennen, den Wisch fuer den Sprung (“Du gibst uns 580 Rand und wir uebernehmen keinerlei Verantwortung fuer garnix, yadda yadda”) zu unterschreiben und mir eins der Sicherheitsgeschirre anlegen zu lassen.
Dann mussten wir warten bis aktuelle Gruppe die Bruecke verlassen hat… das Warten haben wir hier ja eigentlich schon ganz gut trainiert. Aber irgendwo rumzustehen, eine Bruecke anzustarren und dort immer wieder Leute runterfallenspringen zu sehen und zu wissen dass man demnaechst auch da runterhuepfen wird, das ist schon irgendwie etwas anderes. Vor Allem wenn die Gruppendynamik langsam aber sicher zu einer allgemeinen hysterischen Aufgeregtheit fuehrt. Gut dass ich eine Tuete Chips als Nervennahrung dabei hatte…
Irgendwann gings dann los, eine kurze Vorbesprechung noch und wir taperten mit ca. 20 Leuten los. Am Anfang der Bruecke angekommen konnten wir uns nochmal entscheiden, ob wir zu Fuss zur Mitte der laufen wollten oder fuer weitere 180 Rand den Flying Fox nehmen wollten. Das Teil ist eine Art Seilbahn, aehnlich den die man manchmal auf Kinderspielplaetzen findet. Nur dass man hier keine Sandkiste unter den Fuessen hat. Zwei Leute (einer davon mit zwei eingegipsten (!) Handgelenken) entschieden sich fuer den Fox und wir mussten wieder warten.
Vielleicht haetten wir doch den Fox nehmen sollen, anschliessend ging es naemlich zu Fuss zur Absprungstelle. Diese befindet sich unterhalb der Bruecke (oben drueber geht die N2) und das heisst man laeuft auf einem unter die Bruecke getackerten Metallkaefig. Ueber ein vibrierendes, loechriges Gitter. Nicht nach unten gucken, einfach weiter laufen, die Aussicht ist aber wirklich klasse…
Schliesslich an der Absprungstelle angekommen hiess es wieder warten. Erstmal stellten sich alle die dort arbeiteten vor, dann wurden nach und nach die Leute verarztet: Jeweils einer wurde fuer den Sprung fertig gemacht, der naechste hatte sich schon mal seelisch drauf vorzubereiten, die restliche Gruppe beschaftigte sich irgendwie anders, dazu laute Techno-Mucke. Das Warten hatte hier zwei Effekte. Zum einen sah man, dass sich die Leute wirklich Zeit fuer jeden einzelnen nahmen, was einen doch irgendwie beruhigte. Zum anderen hatte man vieeel Zeit, sich gegenseitig den Adrenalinspiegel hochzupushen, so dass irgendwann alle aus unserer Gruppe rumliefen wie hysterische 15-jaehrige Maedchen vor dem ersten Date. Muss sehr lustig gewesen sein, das zu beobachten, die Jungs die dort arbeiteten hatten sichtlich ihren Spass.
Irgendwann war ich dann schliesslich dran. Es dauerte aber eine ganze Weile bis es soweit war, ich glaub ich war der Vorletzte. Zu dem Zeitpunkt muss das Adrenalin fast abgebaut sein, ich wollte da zumindest definitv nicht mehr runter. Aber es gab keinen Weg mehr zurueck…
Um wirklich sicher zu sein hab ich den beiden Jungs die mich zum Absprung brachten noch die definitve Anweisung gegeben, mich im Zweifelsfalle runterzustossen. Was sie dann auch taten… von der eigentlichen Aktion weiss ich nicht mehr viel, der erste Fall war geil, danach alles nur noch konfus. Das Ende war eigentlich am schlimmsten, kopfueber an dem Seil einhundertsoundsoviel Meter ueber dem Boden zu haengen und darauf zu warten dass sich jemand abseilt um mich wieder hoch zu ziehen.
Schliesslich waren wir alle durch und beschlossen dass wir alle verdammt hungrig waren. Also auf nach Plettenberg Bay, wo wir schliesslich im Lookout landeten. Super leckeres Essen mit klasse Meeresblick, nur zu empfehlen.
Auf dem Rueckweg sollte es eigentlich noch nach Storms River gehen, aber da wurde es dann recht fix dunkel und so gings direkt zurueck nach PE.






Hi Malte
Super das du den auch gemacht hast. Ich fand, dass es sich gelohnt hat. Noch viel Spaß da unten. Ich bin ganz neidisch auf Dich
Lutz